Stillen nach einem Kaiserschnitt: Wie gelingt es und worauf sollten Mütter dabei achten?

Eine Entbindung per Kaiserschnitt ist heute nichts Ungewöhnliches. Möchtest du dein Baby Stillen, steht dem nichts im Wege. Doch es kann etwas beschwerlicher sein, bis alles sich richtig eingespielt hat. Häufig dauert es noch einen Moment, bis die Milchbildung so richtig in Schwung kommt. Durch deine frische Narbe bist du in deiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Doch das ist alles kein Grund zur Sorge: Mit der richtigen Unterstützung wird es dir gelingen, dein Baby zu stillen. In unserem Artikel erfährst du, worauf du unbedingt achten solltest und wie du dich auf die Stillzeit vorbereitest.

 

Welchen Einfluss hat die Narkosemethode

Findet ein geplanter Kaiserschnitt statt, kommt in den allermeisten Fällen eine  Periduralanästhesie (bekannt als PDA) zum Einsatz. Bei dieser regionalen Anästhesiemethode wird lediglich der untere Körperbereich betäubt. Du bleibst bei vollem Bewusstsein und erlebst die Geburt deines Babys trotzdem mit. So kannst du nach der Entbindung dein Neugeborenes direkt zu dir nehmen. Dieser Vorgang wird als Sectio-Bonding bezeichnet. Babyfreundliche Krankenhäuser praktizieren diese Methode. Auch dein Partner und deine Hebamme können während der Geburt anwesend sein. Um sicherzugehen, kannst du schon im Vorfeld erfragen, ob deine Klinik Sectio-Bonding ermöglicht.

Muss der Kaiserschnitt ungeplant oder sehr kurzfristig stattfinden, wird eine Vollnarkose nötig. Du wirst die Geburt darum leider nicht miterleben. Auch dein Baby kann durch die Narkose beeinflusst werden. Häufig sind Säuglinge nach einem Kaiserschnitt in Vollnarkose für einige Stunden oder sogar Tage sehr schläfrig. Dadurch ist frühes Stillen schwer möglich. Trotzdem braucht dein Baby in der Regel keine Ersatznahrung, bis du selbst bei vollem Bewusstsein bist und stillen kannst.

Keine Sorge wegen der Medikamente, sie sind für dein Baby unbedenklich. Auch wenn du Schmerzmittel nehmen musst, kannst du deinen kleinen Schatz stillen.

Welche Stillposition ist die Richtige?

Ein Kaiserschnitt ist ein operativer Eingriff. Nach der Entbindung wirst du eine Operationswunde haben, die in Ruhe verheilen muss. Dadurch bist du in den ersten Wochen in deiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Bei der Auswahl der Stillposition ist es wichtig, dass nicht zu viel Druck auf die frische Wunde ausgeübt wird. Hebammen empfehlen daher das Stillen in liegender Seitenlage oder im Football-Griff. Weitere Informationen zu den verschiedenen Stillpositionen findest du in diesem Artikel.

Deine Hebamme oder das Klinikpersonal können dich dabei unterstützen, eine bequeme Stillposition zu finden. Viele Mütter finden ein Stillkissen besonders angenehm.

Ein Kaiserschnitt spricht nicht gegen das Stillen

Unsere Tipps für dich - so verbesserst du die Chancen, dein Baby nach einem Kaiserschnitt zu stillen

Sectio-Bonding: Deine Entbindungsklinik sollte ermöglichen, nach dem Kaiserschnitt direkt im OP-Raum oder einem ruhigen Zimmer direkt nach der Entbindung zu stillen. Du kannst schon während der Schwangerschaft erfragen, wie deine Klinik damit umgeht. Wichtig: Als Mutter hast du ein Recht darauf, kontinuierlich mit deinem Baby zusammenzubleiben und Sectio-Bonding einzufordern. Auch dann, wenn das Klinikpersonal, das anders sieht oder davon irritiert sein sollte. Du kannst und darfst dieses Recht einfordern. Am besten berätst du dich schon im Vorfeld mit deinem Partner und teilst ihm deine Wünsche mit. So kann auch er für dich das Wort ergreifen, wenn du selbst noch etwas schwach sein solltest.

Saugprobleme nach einem Kaiserschnitt sind nicht ungewöhnlich. Dadurch kann es deinem Baby schwerfallen, an das wichtige Kolostrum zu gelangen. Um dich vorzubereiten, kannst du dich schon vor der Geburt informieren, wie du das Kolostrum selbst entleeren kannst. So kannst du bei Bedarf selbst aktiv werden, auch wenn dir in der Klinik keine Anleitung gegeben wird.

Versuche so viel wie möglich Haut-zu-Haut Kontakt mit deinem Baby zu halten. Schon in der Klinik, direkt nach der Entbindung. Aber auch im anschließenden Wochenbett. Dadurch unterstützt du deinen Körper bei der Ausschüttung der Stillhormone Prolaktin und Oxytocin. Außerdem hilfst du damit deinem Baby schneller an deiner Brust zu saugen. Durch den intensiven Hautkontakt baust du schnell eine Bindung zu deinem Baby auf und kannst es bei Bedarf einfach an die Brust anlegen.

Stille früh und häufig: Bereits innerhalb der ersten Stunde nach dem Kaiserschnitt solltest du dein Baby zum ersten Mal an deine Brust legen. Zwischen den Stillmahlzeiten sollen etwa ein bis drei Stunden vergehen. Insgesamt benötigt dein Baby etwa 8 bis 12 Mahlzeiten pro Tag. Achte auch in der Nacht darauf, nicht mehr als vier Stunden Pause zu machen. Trinkt dein Baby noch nicht ausreichend, kannst du deine Brüste im gleichen Rythmus entleeren. So regst du die Milchbildung an und hältst sie in Schwung. Wichtig: Füttere das gewonnene Kolostrum deinem Baby. Diese besonders nahrhafte Variante der Muttermilch ist wichtig für die frühe Entwicklung.

In der Klinik werden dir Hebammen und Personal bei den ersten Schritten helfen. Scheue dich nicht davor, um Hilfe zu bitten. Das Anlegen kann in den ersten Tagen eine echte Herausforderung sein. Wie alles im Leben braucht auch Stillen Übung. Die frische Narbe deiner OP kann störend oder sogar schmerzhaft sein. Darum ist die richtige Technik umso wichtiger.

Die ersten Tage können für dich und dein Baby ziemlich anstrengend sein. Dein Partner kann dich auch während des Klinikaufenthaltes unterstützen. Das fängt schon beim Anziehen oder Essen an und geht bis zum Anlegen eures Babys. Es tut gut zu wissen, dass du nicht auf dich alleine gestellt bist. Und mal ehrlich: Es ist doch am schönsten, diese tollen Augenblicke als Familie zu erleben.

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