Körperpflege in der Schwangerschaft: Diese gefährlichen Inhaltsstoffe sollten Mütter meiden

Bild von Julija Miller

In der Schwangerschaft stellt sich der Körper hormonell um. Viele werdenden Mütter klagen in dieser Zeit über Probleme mit ihrer Haut. Plötzlich bekommen sie mehr Pickel oder haben besonders trockene Stellen. Viele Schwangere wollen durch die Anwendung von Cremes und Ölen Dehnungsstreifen vorbeugen.

Doch Vorsicht: In vielen Hautpflegeprodukten stecken bedenkliche Inhaltsstoffe. Nicht immer sind sie auf den ersten Blick zu erkennen. Darum zeigen wir in diesem Artikel, worauf werdende Mütter unbedingt achten sollten. So können Sie schädliche Stoffe schnell identifizieren und ungefährliche Produkte finden.

Bei einer Schwangerschaft sollten diese gefährlichen Inhaltsstoffe besser gemieden werden

  1. Parabene
  2. Retinol
  3. Konservierungsmittel
  4. Aluminiumpulver
  5. Aluminiumchlorid
  6. Oxybenzon
  7. Hydrochinon
  8. Triclosan
  9. BPA

1. Was sind Parabene und warum sind sie in der Schwangerschaft gefährlich


Parabene zählen zu den Konservierungsmitteln und werden mit verschiedenen Störungen im Hinblick auf die gesunde Entwicklung von Babys in Verbindung gebracht. Sie beeinflussen den Hormonhaushalt der werdenden Mutter. Die Folgen können von neurologischen Störungen bis hin zu eingeschränkter Fortpflanzungsfähigkeit reichen. Auch Immunstörungen können im Zusammenhang mit Parabenen stehen. Achten Sie bei Inhaltsangaben daher besonders auf diese Stoffe: Propylparaben, Butylparaben, Isopropylparaben und Methylparaben.

2. Vorsicht vor Anti-Aging Produkten: Retinol kann gefährlich sein


Retinol ist eine Form von Vitamin A (auch bekannt als Retinylpalmitat, Retinylacetat, Retinsäure und Tretinoin) und insbesondere in "Anti-Aging"-Produkten häufig zu finden. Verschiedene Untersuchungen bringen zu viel Vitamin A bei Schwangeren mit fötalen Missbildungen und sogar frühen Fehlgeburten in Verbindung. Daher sollten Sie den Zusatzstoff Retinol möglichst komplett meiden.

3. Cremes und Salben mit Mineralölen vermeiden


In Kosmetikprodukten werden aus Mineralöl hergestellte Paraffine eingesetzt, um Cremes und Salben geschmeidig zu machen. Häufig führt die Verwendung dieser Produkte zu verstopften Poren und unreiner Haut. Viel problematischer ist allerdings die Tatsache, dass Mineralöle im Verdacht stehen, krebserregend und erbgutverändernd zu sein. In der Schwangerschaft sind Produkte mit Mineralölen daher absolut nicht empfehlenswert. Achten Sie bei den Inhalten auf Angaben wie: Mineral Oil, Ozokerite, Paraffin (Liquidum/Petrolatum) oder Microcristallina Wax.

4. Aluminiumpulver im Make-up birgt Risiken für Mutter und Kind


Als Schimmerpartikel in Make-up und Kosmetika wird häufig Aluminiumpulver eingesetzt. Durch die Haut kann das Leichtmetall absorbiert werden und negative Auswirkungen auf neurologische Prozesse und die Atemwege haben. Versuchen Sie während der Schwangerschaft Produkte zu vermeiden, die Aluminiumpulver enthalten.

5. Mundspülungen und Deodorants mit Aluminiumchlorid

Auf die Behandlung mit Aluminiumchlorid sollte während Schwangerschaft und Stillzeit unbedingt verzichtet werden. Ein Nachweis für die Unbedenklichkeit der Anwendung konnte bisher nicht erbracht werden. Aufgrund der antiseptischen und verdichtenden Wirkung wird Aluminiumchlorid in Mundwässern, Gurgellösungen und auch Deodorants verwendet. Immer wieder wird der Inhaltsstoff mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs in Verbindung gebracht - ein tatsächlicher Zusammenhang konnte bisher aber nicht belegt werden. Dennoch raten wir, auf Produkte mit Aluminiumchlorid zu verzichten. Achten Sie bei den Inhaltsstoffen auf Angaben wie: Aluminium Chlorhydrate, Ammonium Alum oder Aluminium Chloride.

6. Augen auf bei der Wahl der Sonnencreme: besser ohne Oxybenzon


Da Oxybenzon in der Lage ist UV-Strahlen zu absorbieren, wird es in Sonnenschutzmitteln eingesetzt. Allerdings ist bekannt, dass dieser Inhaltsstoff stärker über die Haut aufgenommen wird als andere gängige Sonnenschutzbestandteile. Bei stillenden Müttern konnte Oxybenzon sogar in der Muttermilch nachgewiesen werden.

7. Hydrochinon kann in den Blutkreislauf des Babys gelangen


Hydrochinon sowie Arbutin, das zu Hydrochinon verstoffwechselt werden kann, werden als Hautaufheller in Cremes und Kosmetika eingesetzt, beispielsweise in Produkten zur Behandlung von Pigmentflecken. Der Einsatz ist gesundheitlich bedenklich, da Hydrochinon potentiell krebserzeugend wirkt. In Europa ist Hydrochinon daher in Kosmetika mittlerweile verboten, kann jedoch in Produkten aus Nicht-EU-Ländern noch vorkommen.

8. Triclosan kann vielfältige toxische Wirkungen auf die Entwicklung des Babys haben


Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung wird Triclosan bis heute in Kosmetikprodukten wie z.B. Zahnpasta, Deos, Seifen oder Akne-Cremes verwendet. Doch Triclosan kann sich schädlich auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirken. In Studien zeigten sich u. A. Schilddrüsenprobleme und ein erhöhtes Risiko für Allergien und Fehlgeburten. Wir empfehlen, diesen Inhaltsstoff gänzlich zu meiden.

9. Bisphenol A (BPA): schädlicher Stoff in Plastikprodukten


Die chemische Verbindung Bisphenol A (BPA) wird synthetisch hergestellt und ist Bestandteil vieler Plastikprodukte wie Verpackungen und Behälter. Die WHO kategorisiert BPA als einen Stoff mit hormonähnlicher Wirkung. Es wird als erwiesen angesehen, dass schon kleine Mengen BPA die Entstehung von Krankheiten wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenstörungen und Entwicklungsstörungen bei Kindern begünstigen. Seit 2017 stuft die ECHA (European Chemicals Agency) den Stoff als "besonders besorgniserregend" ein. Darum gilt: Produkte, die BPA enthalten, sind dringend zu vermeiden – besonders in der Schwangerschaft.

Motherlove®

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