Hebammen & Stillberaterinnen


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Was tun bei Milchstau?


Mutter mit nacktem Oberkörper und über der Brust verschränkten Armen

Ein Milchstau kann während der gesamten Stillzeit auftreten. Wenn schnell darauf reagiert und mit der Behandlung begonnen wird, ist meist bald eine deutliche Besserung spürbar. Eine Stillpause oder gar ein Abstillen ist NICHT nötig, die Situation würde dadurch nur schlimmer! Zeichen für einen Milchstau sind Knoten in der Brust, empfindliche Stellen, Rötung, eventuell auch Fieber.


Ursachen:

  • Stress
  • mangelnde Entleerung der Milchgänge
  • Stoß- oder Druckeinwirkung

Prävention:

  • eine gute Stillposition - abwechselnd Wiegenhaltung, Rückenhaltung und Stillen im Liegen
  • korrektes Anlegen, um die Milchgange gut zu entleeren
  • 24 Stunden-Rooming-in 
  • Stillen nach Bedarf
  • Beachten der Hungerzeichen
  • Wecken des schläfrigen Babys
  • immer wieder Ruhepausen in den Tagesablauf einplanen

Behandlung:

  • Häufiges Stillen oder Entleeren der Brust (manuell oder mit einer Milchpumpe)
  • Um die Milch zum Fließen zu bringen: Vor dem Stillen oder Entleeren feuchte Wärme für ca. 5 Minuten anwenden (feucht-warme Kompressen, Dusche)
  • Kühlung nach dem Stillen für ca. 20 Minuten, Wiederholung ca. 2-stündlich (kalte Wickel, aber kein Alkohol (!!!) wegen Hautreizungen, Quarkwickel (Vorsicht bei Allergien!), Weißkraut, mamivac® Thermopack)
  • Sanfte Brustmassage in Kreisen von außen nach innen
  • Ausreichend trinken (keine Einschränkung der Trinkmenge)
  • Ruhe

Eine deutliche Besserung sollte innerhalb der ersten 2 Stunden, spätestens nach 48 Stunden eintreten.

Wenn dies nicht der Fall ist und dazu hohes Fieber auftritt, ist ein Arztbesuch angezeigt, um eine Therapie mit einem entsprechenden Antibiotikum einzuleiten (→ siehe "Was tun bei Mastitis"). In jedem Fall ist es ratsam, mit der Stillberaterin in Kontakt zu treten.


Quelle: Skript zum Velb Basis-Seminar „Stillen und Stillberatung“ 2009

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