Hebammen & Stillberaterinnen


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Vorbereitung auf das Stillen


Mütter, die vor der Geburt fachgerecht beraten werden, neigen dazu, länger und mit größerer Zufriedenheit zu stillen als andere Mütter.


Mutter mit Kind


Seinem Kind die Brust zu geben ist zwar etwas ganz Natürliches, doch so manche junge Mutter ist überrascht, dass selbst das Stillen gelernt werden will. Stillen ist kein ausgeprägter Instinkt, sondern hauptsächlich eine Prägung, wie auch die Verhaltensforschung an Primaten bestätigt.

Das Baby wird mit einer instinktiven Fähigkeit zum Suchen, Finden und Erfassen der Brust geboren. Dieses instinktive Verhalten muss jedoch durch erlerntes Verhalten nach der Geburt verstärkt werden.

Noch vor wenigen Generationen haben sich die meisten jungen Mütter für Hilfe und Beratung beim Stillen an ihre eigenen Mütter gewandt. Heutzutage steht diese Möglichkeit leider nur noch wenigen Frauen offen, weil es die Großfamilie kaum mehr gibt und die letzte Müttergeneration wenig gestillt hat. In unseren Kernfamilien fehlen anschauliche, d.h. erlebte Vorbilder, die Modellcharakter für die eigenen Einstellungen und Handlungen haben können. Es gibt so gut wie keine Stilltradition mehr. Das Wissen ums Stillen ist vielerorts verloren gegangen. Die meisten Frauen treffen die Entscheidung, wie sie ihre Kinder ernähren wollen, lange vor der Entbindung. Wie erfolgreich das Stillen verläuft, hängt oft von der richtigen Vorinformation und der Stillbereitschaft der Frauen ab.


Werdende Mütter können sich bei Stillvorbereitungskursen (auch im Rahmen der Geburtsvorbereitung), durch den Besuch einer Stillgruppe oder auch durch Lesen von Stillliteratur vor der Geburt über das Stillen informieren. Stillvorbereitung passiert hauptsächlich im Kopf, nicht an der Brust.

Stillen ist ein Lernprozess für Mutter und Kind!


Realistische Erwartungen an das Leben mit einem Neugeborenen

  • Stillen hat keinen Glorienschein
  • 24-Stunden-Mutter-Sein ist eine große Aufgabe
  • Die Familie und das gestillte Kind brauchen eine Zeit der Anpassung
  • Bedürfnisse nach Nähe – Hautkontakt – Körperkontakt
  • Nächtliches Stillen
  • Es gibt Unterschiede von Mutter/Kind-Paar zu Mutter/Kind-Paar und von Baby zu Baby bei der Häufigkeit und Länge einer Stillmahlzeit, im Schlafverhalten usw.

Quelle: Skript zum Velb Basis-Seminar „Stillen und Stillberatung“ 2009

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